Die Schwertlilie – Göttin der Ekstase, Tänzerin & Derwisch

“Ekstase ist wie ein Blitz, sie zuckt auf und verschwindet wieder” ~ Ibn Arabi

Die Schwertlilie ist auch bekannt als Iris, die griechische Göttin des Regenbogens, die Personifikation des Regenbogens und des Windes. Sie ist eine jungfräuliche, geflügelte Götterbotin, wohnt im Olymp und steigt auf einem Regenbogen zur Erde herab und überbringt die Botschaften der Götter.

Die Iris in ihrer Blumengestalt ist eine Pflanzengattung in der Familie der Schwertliliengewächse. Schwertlilien sind trotz ihres Namens nur entfernt mit Lilien verwandt. Sie ist in der griechischen Überlieferung, die natürlich auch im Islam Verbreitung hat, ein Symbol für Kraft und dauernden Glauben, aber auch für verneinte Liebe. Die Wurzeln werden in der Schmerzbehandlung verwendet und sind von besonderer Bedeutung bei typischen Frauenbeschwerden. Die Schwertlilie ist auch ein Zeichen für Wortkraft, ein “Schwert des Geistes”. Die berühmte Wappenlilie der Bourbonen, die Fleur-de-Lys, ist eine stilisierte Schwertlilie.

In meinem Werk “Genesis einer Schwertlilie” von 2016 breitet sich eine Schwertlilie wie ein Regenbogen aus und erinnert an eine Tänzerin, einen tanzenden Derwisch, der mit dem Himmel verbunden ist, wirbelt und sich auflöst. Die Schwertlilie ist auch als Regenbogenblume in Erinnerung an ihre Götter-Patronin Iris bekannt.

Genesis einer Schwertlilie, 2016 (Tanzender Derwisch)

Mich bewegen in meiner Arbeit die Bewegungen, Formen und Farben die durch Licht und Ekstase entstehen, aufblühen, vergehen. Ich habe oft Ekstase und Verzückung im Tanz und im Gebet gefunden. Es ist ein wunderbares und in den Anfängen auch beängstigendes Erlebnis der Auflösung des Egos. Aber nur wenn unser Ego sich auflöst, empfangen wir Botschaften – die Regenbogengöttin besucht uns dann sozusagen.

Zar & Sama

Im traditionellen Frauentanz in Nordafrika lösen sich die Frauen im “Zar” auf. In der Trance nimmt der Dämon oder der Engel (wir alle haben einen) Besitz vom Bewusstsein. Dies sind Traditionen aus der vorislamischen Zeit. Afrikanische Geister der Urahnen sozusagen.

Im Iran gibt es Sama. Auch Sama hat afrikanische Wurzeln. Im Wirbel der Daf-Trommeln vergeht das Bewusstsein und wirbelt die Seele in den Himmel und unsichtbaren Sphären. Wild wird getrommelt und getanzt, und manchmal wird es auch zuckend und spastisch. Es hat nichts mit den gepflegten stilisierten Tänzen auf den Bühnen zu tun, die seit einigen Jahren von diversen Tanz-Ensembles gepflegt werden. Man kontrolliert seinen Körper nicht mehr in Sama/Zar, man wird kontrolliert. Man gibt sich hin.

Sufi Ekstase & Zikr

Durch Zikr (Rezitationen von Gebeten und den göttlichen Namen) und Ritualen der spirituellen Verfeinerung erleben wir die “höhere göttliche Ekstase” – dies wird im Sufismus als “Hāl des Wajid” (Station der Ekstase) beschrieben. Der grosse Gelehrte des Sufismus, Muhyī d-Dīn Ibn ʿArabī sagte: “Wahrheit wird in der Ekstase gefunden”.

 

 

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Roya Azal

Kirsten Roya Azal - Künstlerin, Bloggerin, Geek.

Studio:
http://www.earthangel.one

Auf Englisch:
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